Klima sucht Schutz - eine Kampagne
Klima sucht Schutz - eine Kampagne
Energetische Sanierung eines Jugendstilhauses in Langenfeld
DGNB Phase Nachhaltigkeit

 

— endlich energie sparen!

Die fossilen Energievorkommen der Erde werden knapper und teurer, unsere natürliche Umwelt ausgebeutet und mit Schadstoffen belastet. Dies führt zu weltweiten Klimaveränderungen und zu teilweise existenzbedrohlichen Verschlechterungen der Lebensbedingungen. Der Strom von Kriegs- und Wirtschafts-Flüchtlingen wird zukünftig weltweit noch um die Menge der Klima-Flüchtlinge anwachsen.

Hinzu kommt die Wohnungskrise, die viele Menschen in Deutschland durch fehlenden, ungeeigneten oder überteuerten Wohnraum bis zur Existenzbedrohung belastet.

Nachhaltigkeit im Umgang mit Ressourcen und Energie ist ethisch, ökologisch, sozialpolitisch und wirtschaftlich geboten. Wir können als Gebäudeplaner durch intelligente und suffiziente Konzepte der Mehrung von Qualität bei gleichzeitiger Reduzierung der Quantität dazu beitragen (z.B. Wohnraum vorzugsweise im verdichteten Umfeld neu zu erstellen oder an geänderte Bedarfe anzupassen), unsere Umwelt für unsere Nachkommen lebenswert zu erhalten bzw. wiederherzustellen.

In Deutschland sind Gebäude der größte Energieverbraucher und die größte CO2-Quelle. Allein die Verbrennung der endlichen Fossilien Gas, Öl und Kohle erzeugt dabei einen Ausstoß von jährlich ca. 130 Mill. Tonnen Kohlendioxid (CO2), das neben der Belastung für die Atemluft als wärmendes Treibhausgas für den Klimawandel verantwortlich ist.

Seit der Ölkrise 1973 ist mit den Wärmeschutz-Verordnungen, seit 2000 der Energieeinspar-VO (EnEV), dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) und seit 2024 der EU-Gebäuderichtlinie (EPBD - bis 2026 in Deutschland umzusetzen) schrittweise der energetische Standard für Neubauten angehoben worden. Ab 2030 sollen nur noch in der Gesamtbilanz emissionsfreie Neubauten erstellt werden, wobei CO2-Senken z.B. aus PV-Anlagen oder Einbau von Holz die zwar reduzierten aber doch noch vorhandenen Emissionen ausgleichen.


Beispiel: Typische 50er Jahre-Häuser verbrauchen durchschnittlich 25 ltr. Öl /m² Wohnfläche im Jahr. Durch energetische Modernisierung lässt sich der Verbrauch durchschnittlich auf 1/3, d.h. 7-9 ltr. Öl /m² und Jahr reduzieren.

Gleichzeitig wurde jedoch die Einsparung des Primärenergieverbrauchs im Neubau der letzten Dekade komplett durch die gleichzeitige Erhöhung des m² Wohnfläche pro Kopf in Deutschland wieder aufgebraucht (Reboundeffekt) - gerade hier ist ein Umdenken hin zu neuen verdichteten Wohnkonzepten von hoher Qualität bei geringerem Flächen- und Energie-Verbrauch erforderlich - auch zur Reduktion der hohen Baukosten im umkämpften Wohnungsmarkt der Ballungszentren.

Mit der Umsetzung der EU-Gebäuderichtlinie wird nun endlich auch die Graue Energie, d.h. der Verbrauch eines Gebäudes in der Bau- und in der Entsorgungsphase in die Energiebilanzierung für die Neubauförderung eingerechnet. Denn zusätzlich zu den Verbräuchen in der Nutzungsphase machen Herstellung und Abbruch  bis zu 50% des Gesamtverbrauchs im Lebenszyklus eines Gebäudes aus.

Energiesparen ohne Bauschaden

Viele Menschen machen sich Gedanken über ihren Energieverbrauch und über Vor- und Nachteile, Sinn und Unsinn irgendwelcher hier und dort angepriesener Maßnahmen. Hier bieten wir Ihnen unsere kompetente und in einem Netzwerk von Fachleuten verankerte ganzheitliche Beratung für Ihre Immobilie an.

Neue wie alte Gebäude sind komplexe Systeme, die im Energieaustausch mit ihrer Umgebung und abhängig von ihrer Nutzung im Gleichgewicht sein müssen, um nicht langfristig Schaden zu nehmen. Daher ist bei Eingriffen ins System eine genaue Vor-Ort-Analyse des Bestandes, sowie eine zielgerechte Auswahl und Abstimmung aller Maßnahmen Voraussetzung für den Erfolg.

Wir bieten Ihnen die folgenden Dienstleistungen an:

  • Nachhaltigkeits- und Energieberatung im Neu- und Altbau
  • Suffizienz-Beratung für Neu- und Bestandsimmobilien
  • Alternative Energiekonzepte
  • Beratung zu "Einfachem Bauen" und "Low-Tech"-Konzepten
  • Modernisierungs- und Instandhaltungsberatung
  • Beratung zu Fördermöglichkeiten (z.B. KfW, BAFA, NRW)
  • Ausarbeitung von Modernisierungskonzepten