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2026-07-17 16:42 von Bernhard Michels

Projektentwicklung in Bonn

Modellhafte Genossenschaftliche Projektentwicklung

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Projektentwicklung in Bonn

2026-07-17 16:42 von Bernhard Michels

Modellhafte Genossenschaftliche Projektentwicklung

Für die Bewerbung von STADTRAUM5und4 auf die Konzept-Ausschreibung der ev. Thomaskirchengemeinde in Bonn entwickelten wir ein gemeinschaftliches nachhaltiges und innovatives Mehrgenerationen-Projekt auf genossenschaftlicher Basis auf dem Grundstück der ehemaligen Thomaskapelle an der Rheinaue.

Da STADTRAUM5und4 die aussichtsreiche Bewerbung leider auf halber Strecke zurückziehen musste, stellen wir das attraktive Konzept hier als Modell für zukünftige Projektentwicklungen ähnlicher Größenordnung und Ausrichtung vor.

Auf einer Grundstücksfläche von 4.300m² realisiert die vorgelegte Planung

  • 4.500m² Nutzfläche bestehend aus
  • 3.800m² Wohnfläche mit 70 Wohneinheiten und
  • 700m² Gewerbe- und Gemeinschaftsflächen

Die neue 3-seitige Hofumbauung mit Öffnung nach Südwesten überschreibt die alte Gebäudestruktur der ehemaligen Thomaskapelle mit einer an die vorhandenen Versiegelungen, Baum- und Grünflächen sowie an Nachbarbebauung, Höhenlagen und Erschließungsvorgaben angepassten, aber großräumig  erweiterten Form.

Das neue Gebäude wird auf die zulässigen III Vollgeschosse + Dach erhöht und mit Laubengängen um den Innenhof erschlossen. Die Laubengänge sind flächen- und kosteneffizient zugleich als private Freibereiche vor den individuellen Wohneinheiten und als einladende Begegnungsfläche der Genossenschaft genutzt.

Die Nachhaltigkeits-Trias aus Ökologie, Ökonomie und Sozialem wird u.a. mit folgenden Maßnahmen befördert und in ein ausgewogenes Verhältnis gebracht:

  • Weitestgehender Erhalt von Freiflächen, Bäumen und unversiegeltem Boden
  • Erhalt der grauen Energie des Bestandsgebäudes durch Wiederverwendung der Baumaterialien
  • Verzicht auf eine TG (entgegen den Ausschreibungsvorgaben) aus ökologischen, archäologischen und ökonomischen Gründen
  • Reduktion der Stellplätze durch ein gemeinschaftliches Mobilitätskonzept (car-sharing, ÖPNV, Lasten-/Fahrräder). Die verbleibenden Stellplätze werden auf der NO-Seite ressourcensparend entlang der Zuwegung zur Rheinaue unter das auskragende OG-Dach geschoben.
  • Verdichtung des Wohnens mit suffizienten Grundrissen und einer Reduktion der durchschnittlichen Wohnfläche/Person auf ca. 36m² inkl. Gemeinschaftsflächenanteil (der Durchschnitt in Deutschland liegt aktuell bei knapp 50m²/Pers.). Der aktuell auch hier unvermeidlich teure m²-Preis wie auch die Nebenkosten bleiben bei kleinen Individual-Wohnungen mit innovativen Suffizienz-Grundrissen (weniger Fläche, mehr Räume) auch für weniger betuchte GenossInnen leistbar.
  • Angebot innovativer Wohnformen für vielfältige Bewohnerschaften, Lebensformen und -phasen u.a. mit WGs, Clustern und Flex-Wohn-Konzepten
  • CO2-neutrale Stromversorgung, Heizen und Kühlen fossilfrei mittels Fernwärme, Wärmepumpe und PV-Anlagen auf den Dächern; Ziel ist die klimaneutrale Jahresbilanz auf dem Grundstück
  • Solidarische spekulationsfreie Finanzierung und Sicherung der Wohnrechte jedes Mitgliedes als Genossenschaft
  • Auslegung des Gesamtkonzepts nach 12 Kriterien des Quartier-Gemeinwohl-Index QGI des Hansaforums Münster
  • Kombination von Wohnen mit gemeinwohlorientierten und soziokulturellen Angeboten für das umliegende Quartier in hochwertigen Gemeinschaftsräumen auf ca. 10% der Nutzfläche
  • Integration von am Wohnungsmarkt benachteiligten und diskriminierten Bevölkerungsgruppen u.a. durch Anteil von 30% sozial gefördertem Wohnbau, durch Schaffung von geeignetem Wohnraum für Alleinerziehende mit Kindern und eine generell barrierefreie, inklusive und wohngesunde Planung
  • Durchmischung der Bewohnerschaft durch generell barrierefreie suffiziente Planung, verantwortet von einem Belegungsausschuss, der Wohnungsvergaben transparent nach quartiersbezogenem Schlüssel organisiert

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2026-07-17 16:42 von Bernhard Michels

Projektentwicklung in Bonn

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2026-07-16 17:08 von reiner

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